Reggio-Pädagogik

Die Reggio-Pädagogik wurde in der norditalienischen Stadt Reggio Emilia in den sechziger Jahren von dort arbeitenden Erzieherinnen und Erziehern entwickelt. Weltweite Bekanntheit erlangte sie durch einen Bericht der US-amerikanischen Zeitschrift „Newsweek“, der die Kindertagesstätten von Reggio Emilia als weltbeste Einrichtungen auszeichnete. In Deutschland findet die Reggio- Pädagogik immer mehr Anhänger und auch in einigen FRÖBEL-Kindergärten kommen Elemente der Reggio-Pädagogik in der täglichen Arbeit vor.

Eine an die Reggio-Pädagogik angelehnte Erziehung im Kindergarten ist keine Erziehung zu bestimmten Fähigkeiten und Fertigkeiten durch gezielte Fördermaßnahmen. Vielmehr begleitet sie Kinder auf ihren wegen des Forschens und Lernens. Sie entwicklen sich dabei zu selbstständig denkenden und handelnden Menschen, die an Erfahrungen lernen, statt Wissen nur zu übernehmen.

Dabei ist jedes Kind „Konstrukteur“ seiner eigenen Entwicklung. Es strebt nach Erfüllung seiner Bedürfnisse und verfolgt mit Energie und Neugierde seine Interessen. Durch eigenes Handeln und Versuch und Irrtum erfährt es, wie die Welt funktioniert. Kinder entwickeln sich also nicht durch Erklärungen oder Vorgaben ihrer Erzieher, sondern durch eigene Erfahrungen.

Diese Erfahrungen können Kinder zum Beispiel in der gemeinschaftlichen Arbeit an Projekten machen, die wichtiger bestandteil der Reggio-Pädagogik sind. Die Inhalte und Themen entstehen aus den alltäglichen Erfahrungen der Kinder und greifen ihre Interessen auf. Dabei werden nicht nur der Austausch der Kinder untereinander und die Ergebnisse ihres Forschens gefördert, sondern auch in Wort und Bild dokumentiert. Die Kinder erhalten auf ihre Fragen keine fertigen Lösungen sondern nur „Hilfe zur Selbsthilfe“, indem sie benötigte Materialien für ihre Experimente erhalten oder indem die Erzieherinnen und Erzieher bei der Beschaffung von Informationen oder Materialien helfen.

Wir versuchen die Entwicklung der Kinder durch eine besondere Gestaltung der Räume zu unterstützen. Diese folgt dem Gedanken, dass der Raum als dritter Erzieher zwei Hauptaufgaben für die Bildungsprozesse für Kinder erfüllen soll: Der Raum gibt den Kindern Geborgenheit und schafft eine Atmosphäre des Wohlbefindens ist zugleich aber auch Herausforderung und wirkt aktivierend durch die Bereitstellung von vielfältigen Möglichkeiten zur Aktivität.