Berliner Bildungsprogramm

Wie in allen Berliner FRÖBEL-Kindergärten setzen wir im FRÖBEL-Kindergarten Campus Kids das Berliner Bildungsprogramm um. Das Bildungsprogramm für die Berliner Kindertageseinrichtungen bildet den Rahmen für die Bildung, Erziehung und Betreuung der Kindern in allen Berliner Kitas bis zu ihrem Schuleintritt.

In welchen Bereichen werden die Kinder gefördert?

Grundlage der Arbeit im FRÖBEL-Kindergarten ist wie in allen Berliner Kindergärten das Bildungsprogramm für die Berliner Kindertageseinrichtungen. Dieses bildet den Rahmen für die Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder in allen Berliner Kitas bis zu ihrem Schuleintritt.

Kinder brauchen in allen Bereichen, die für ihre Entwicklung wichtig sind, gezielte Anregungen. Das Bildungsprogramm unterscheidet hierfür sieben Bildungsbereiche. Es beschreibt, wie Erzieherinnen und Erzieher die Kinder in diesen Bereichen unterstützen können, die Welt, in der sie leben, zu begreifen. Die Art und Weise, wie die Inhalte in der Kita bearbeitet werden, soll ihre Wissbegierde wach halten. Die Kinder sollen dabei auch erfahren, wie Neues erkundet und erlernt werden kann.

Körper, Bewegung und Gesundheit

Kindliches Lernen ist an die Körpererfahrung gebunden, die durch Bewegung erzeugt wird. Körperliches, geistiges und soziales Wohlbefinden sind wichtige Voraussetzungen für die Bildungsprozesse der Kinder.

Soziale und kulturelle Umwelt

Bildung ist ohne soziale Beziehung nicht denkbar. Die soziale Erfahrung in einer kulturell vielfältigen Gemeinschaft erfordert die fortlaufende Auseinandersetzung mit grundlegenden Werten, die die Rechte des Einzelnen ebenso wie den Erhalt der Gemeinschaft sichern. Das ist im Kindergarten nicht anders als überall in der Welt. Sinn- und Bedeutungsfragen beschäftigen auch schon die Jüngsten und wollen beantwortet werden. Dabei geht es um Gut und Böse, Recht und Unrecht, Leben und Tod.

Kommunikation: Sprachen, Schriftkultur und Medien

Sprache, die gesprochene wie die geschriebene, ist in unserer Gesellschaft das vorherrschende Medium, in dem wir miteinander kommunizieren, mit dem wir Erkenntnisse austauschen und ordnen. Wer sich in der Wissensgesellschaft orientieren will, ist auf Kommunikation angewiesen und muss die Fähigkeit dazu erwerben. Das erste Wort, das ein Kind spricht, das erste Bild, das es malt, sind wichtige Meilensteine auf diesem Weg. Der Zugang des Kindes zu Büchern und Kunstwerken, zu Medien überhaupt, seine Begegnung mit anderen Sprachen bereichern seine Sprachentwicklung und fördern sein Verständnis für das Zusammenleben verschiedener Kulturen.

Bildnerisches Gestalten

Weil sie noch am Anfang ihrer Sprachentwicklung stehen, bieten ästhetische Wahrnehmung und bildnerischer Ausdruck gerade für die Jüngsten gute Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit. Malen, zeichnen, mit Ton formen – solche Gestaltungsprozesse helfen ihnen, zu verarbeiten, was sie täglich erleben, und ihre Phantasie zu entwickeln.

Musik

Jeder Mensch ist musikalisch, jedes Kind erst recht. Mit ihren Melodien, Rhythmen und Klangfarben wirkt Musik auf das seelische Empfinden, bietet Genuss und Entspannung und ermöglicht Verständigung über Sprachgrenzen hinweg.

Mathematische Grunderfahrungen

Mathematik hilft dem Kind, sich in der Welt zu orientieren, sie zu ordnen und sich dabei auf verlässliche Größen zu beziehen: Zahlen, die Uhr, die sieben Tage der Woche, der Kreis, die Strecke...

Naturwissenschaftliche und technische Grunderfahrungen

Naturwissenschaftliche Beobachtungen und der Umgang mit technischen Geräten und Medien regen zum Experimentieren an und erzeugen Fragen. Beim Versuch, diese Fragen zu beantworten, setzen sich die Kinder in Beziehung zur Welt und entdecken logische Zusammenhänge: Warum fliegt ein Vogel? Wo kommt das Licht her? Was ist Strom?

Die Bildungsbereiche des Berliner Bildungsprogramms eingebettet in unser pädagogisches Profil...

Kindergartenzeit ist Bildungszeit. Die Kinder brauchen nicht nur Betreuung, sondern auch Bildung. Wir setzen in unserem Kindergarten das Berliner Bildungsprogramm um. Zentrales Ziel ist, dass alle Kinder bis zum Schulbeginn die bestmöglichen Voraussetzungen erwerben, um den Übergang in die Schule erfolgreich zu meistern.

Die 6 Bildungsbereiche:

1. Bildungsbereich Gesundheit

Gesund durch Ernährung, Saunieren und Bewegung 

Wir gehen einmal wöchentlich mit den Kindern in unseren Infrarot-Sauna-Bauwagen;  ernten und pflegen gemeinsam mit den Kindern unseren selbst angelegten Nutzgarten; kochen 1x wöchentlich oder bereiten Speisen für den Nachmittagssnack zu oder nutzen unseren großzügigen Außenbereich, der unterschiedliche Bewegungsmöglichkeiten bietet.

1x wöchentlich zieht der Elementarbereich in den Wald und erlebt die Natur hautnah. 1x monatlich treffen wir uns mit dem FRÖBEL Kindergarten Highdechsen in der Natur um uns sprachlich sowie multikulturell zu vernetzen.

Eine Pädagogin entführt die Kinder regelmäßig zu gemeinsamen Yoga-Kreisen!

Unsere Vision ist es Stress, Hektik und Schnelligkeit vor der Tür zu lassen und die Kinder zu einem spielerischen, ausgeglichenen und abwechslungsreichen Tagesablauf einzuladen.

2. Bildungsbereich:  Soziale und kulturelle Umwelt

Alle Kinder und ihre Familien sind in unserem Kindergarten willkommen. Kulturelle, soziale und familiäre Traditionen sowie individuelle Familiensituationen respektieren wir.

Neben dem Sprachlerntagebuch (weitere Infos unter dem Punkt Tagesablauf) gestalten Eltern für ihre Kinder im Nestbereich zusätzlich sogenannte ICH Tagebücher, die Einblicke in die kulturellen Lebensweisen der Familien geben. In den Fluren finden sich Kinder und ihre Familien an Hand von Familienbilderrahmen wieder.

Wir greifen die unterschiedlichen Kulturen durch Feste, Geburtstage, landestypische Rezepte im Speiseplan sowie durch Vorschläge von Eltern auf.

1x jährlich veranstalten wir eine kulturelle Woche (meist zum Herbst), bei der Eltern ihre Kulturen vorstellen und uns in ihr Land entführen.

Die Materialauswahl (Puppen unterschiedlichster Hautfarben, besondere traditionelle Kleidung in der Verkleide-Ecke u.v.m.) sowie das Essen mit Stäbchen oder den Händen sind für uns selbstverständlich.

3. Bildungsbereich: Kommunikation, Sprachen, Schriftkultur und Medien

Sprechen, reden, ausreden, zuhören und mitteilen wollen- stehen für uns im gesamten Tagesablauf im Fokus. Unsere Kinderkonferenzen und Morgenkreise sind hier eine geeignete Plattform sich mitzuteilen und auszutauschen. Die Gestaltung der Räume beachtet Rückzugsmöglichkeiten für individuelle Gespräche und Medienerfahrungen und bietet Impulse. (Bücher sichtbar und ansprechend aufgestellt, Experimente sind beschriftet, im Bauraum finden die Kinder Bauanleitungen und eigene Kunstwerke, im Restaurant hängen Bilder zu Lebensmitteln und Gewürzen aus u.v.m.)Die Dokumentation der Projekte und Aktivitäten in den Räumen wie Fluren läd täglich zum Erinnern und zum Sprechen ein.

Unseren Kindern steht eine kleine Bibliothek zur Verfügung, die Werte und den Umgang mit Büchern in hoher Qualität vermitteln soll. Materialien wie Tastaturen, einer Schreibmaschine sowie alten Schreibutensilien, die Feder u.v.m. laden zum eigenen Ausprobieren ein.

Das Sprachlerntagebuch ist den Kindern jeder Zeit zugänglich und wird regelmäßig für Interviews genutzt. Ebenso nutzen wir das Modell der ich Bücher um Kinder zu Gesprächen einzuladen.

Unsere Elementarkinder haben im Flurbereich einen eigenen Schatz-Briefkasten, der Gedanken, Bilder und Momente aufhebt, aber auch die Einladungen, Briefe o.Ä. anderer Kinder begrüßt.

Im Gesamten Haus haben wir Gegenstände beschriftet und experimentieren mit Schrift, Form und Farbe. Die Wände sind so gestaltet, dass nicht kommunizieren nicht möglich ist…

Wir kooperieren mit Schulen und Ehrenamtlichen, die in unserem Kindergarten Vorlesen. Auch Großeltern wie Eltern kommen regelmäßig zum Vorlesen zu uns. Einmal jährlich nehmen wir am bundesweiten Vorlesetag teil.

 

4. Bildungsbereich Kunst, Bildnerisches Gestalten,  Musik und Theaterspiel

Musik- Schon im frühen Kleinkindalter geben Kinder Laute von sich, murmeln, singen, bewegen sich und tanzen auf natürliche Weise. Sie kommunizieren in ihrer “Musiksprache”, die als  vorsprachliche Kommunikation bezeichnet werden kann. Wenn sie älter werden, entwickeln sie ihre Muttersprache und benutzen dabei diese vorsprachlichen musikalischen Elemente.

Musik spricht gleichermaßen Denken, Fühlen und Handeln an. Kein anderes Medium verbindet auf so intensive Weise Spielen mit Lernen. Im Spiel mit Musik können Kinder ganzheitlich und nachhaltig lernen, und gleichzeitig Spaß und Freude erleben. 

Sprachförderung durch musikalische Grunderfahrungen

Ein kreativer Weg zum Sprach(en)erwerb ist die Integration musikalischer Aktivitäten.

Wie machen wir das?

Wir bieten musikalische Rituale, wie das gemeinsame Singen im Morgen- und Geburtstagskreis sowie feste musikalische Angebote, in denen die Kinder Lieder, Verse, Tanz- und Bewegungsspiele kennen lernen. Musik richtet sich in unserem Kindergarten vor allem an den Forscher- und Experimentiergeist der Kinder. Diverse Musikinstrumente wie Handtrommeln, Triangeln, Rasseln, Klangstäbe und Trommeln können die Kinder in ihrem Alltag selbstständig  erkunden.

1x wöchentlich entführt unser Musiker Martin Sommer alle Kinder zur spielerischen Musikzeit!

Bildnerisches Gestalten

Mit den Kindern nutzen und schaffen wir Möglichkeiten zur sinnlichen Erkundung, zum bildnerischen Ausdruck und zur kreativen Auseinandersetzung.

Wir bieten unseren Kindern Methoden und Techniken an, die sie mit Freude und Phantasie weiter entwickeln können, um ihr Weltbild darzustellen. Ein Hausatelier sowie ein kleines Elementaratelier, ausgestattet mit unterschiedlichsten Materialien in Kinderhöhe, läd zum Erkunden, Ausprobieren und kreativem Tätig sein, ein.

 

5.+6. Bildungsbereich:  Mathematische Grunderfahrungen/ Naturwissenschaftliche und technische Grunderfahrungen- für uns zwei nicht trennbare Bereiche...

Wenn man mit ganz wachsamen Augen durch unsere Räume geht, findet man überall Zahlen, Mengen, Längen, Formen und Symbole…In den Experimentierbereichen stehen Waagen, Gewichte und eine Vielzahl an unterschiedlichsten Materialien für mathematische Grunderfahrungen bereit.

Uhren zeigen nicht nur die Berliner Zeit an, sondern visualisieren, dass es unterschiedlichste Zeitzonen auf der Welt gibt.

Ein Tag ohne Mathematik ist schier unmöglich, aber unmöglich ist ein Tag an dem Kinder zur Mathestunde aufgerufen werden. Spielerisch setzen wir diesen Ansatz in unserem Alltag um; beim Decken der Tische, beim Nachholen von 2 Schüsseln aus der Küche, beim Bauen von Türmen aus mind. 10 Steinen, die alle eine unterschiedliche Form haben- mal ein Rechteck, mal ein Dreieck oder gar oben auf einen Kegel. So verstehen wir Mathematik!

Seit 2016 sind wir zertifiziert über das „Haus der kleinen Forscher“.